|
Aus dem Sauerlandkurier vom 22.03.2009:
Liesen. Mehr als 700 Kilometer sind sie angereist, um enorme Strapazen auf
sich zu nehmen und sich einen Tag zu quälen. Denn insgesamt sechs
vierköpfige Mannschaften aus Dänemark nahmen unter anderem am
Hochsauerlandmarsch teil. Dieser fand in Liesen in diesem Jahr zum
26. Mal statt. Insgesamt 94 Mannschaften gingen an den Start und
nahmen die etwa zehn Kilometer lange Strecke auf sich.
Die erste Station war noch ruhig, hier ging es
darum, Panzer und Flugzeuge zu benennen. Aber es sollte noch härter
werden. Die Zeit wurde gestoppt und mittels Koordinaten musste die
Gruppe die nächsten Stationen selber finden. Außerdem mussten mittels
Gewehr und Zielfernrohr Entfernungen geschätzt werden. Weiter ging es
zur Hindernisbahn, die überquert werden musste. Eine weitere Station
war der Schießstand in Hesborn.
Viel Mut war bei der Rollenbahn gefragt, mit
der es 100 Meter einen Steinbruch hinab ging. Die Kraft der Gruppe
wurde anschließend beim Ziehen eines LKW gemessen. Kurz vor dem Ziel
wartete dann noch Eilmarsch auf die Gruppe, ehe die meisten
schweißgebadet und erschöpft im Ziel ankamen.
Zur Belohnung spritzte
die Jugendfeuerwehr Liesen den Soldaten dann die Stiefel sauber. Bis zu
vier Stunden brauchten einzelne Gruppen für den Parcours, der sich rund
um Liesen schlängelte. Die erste Truppe verließ um kurz nach 6 Uhr
bereits den Start. Durchgeführt wird einer der 14 großen
Militärwettbewerbe in Deutschland vom Landeskommando NRW in
Zusammenarbeit mit der Reservistenkameradschaft Liesen und zahlreichen
Helfern seitens anderer Reservistenkameradschaften. Weiterhin helfen
seit vielen Jahren die Löschgruppe Liesen, das THW Hesborn, der
Malteser Hilfsdienst und das Bataillon für Elektronische Kampfführung
(EloKa) 932 aus Frankenberg. Am HSM teilnehmen dürfen nur Soldatinnen
und Soldaten, aus dem In- und Ausland, die entweder im aktiven Dienst
oder in der Reserve sind. Das Teilnehmerfeld zwischen
Reservistenmannschaften und aktiven Mannschaften war relativ
ausgeglichen, mit einem leichten Überhang an Reservisten. Der
Frauenanteil hingegen ist verschwindend gering. In diesem Jahr war mit
Oberleutnant Carolin Werth auch eine Soldatin aus Liesen dabei,
zusammen mit Frauen von der Bundeswehr-Universität München lag sie mit
ihrem Team im vordersten Drittel. Den Soldatinnen hat beim LKW-Ziehen
ein wenig die Kraft gefehlt. Am Abend kam dann die Siegerehrung. Oberst
Jürgen Bergmann, der stellvertretende Kommandeur des Landeskommandos NRW,
konnte zusammen mit dem Vorsitzenden der Reservistenkameradschaft
Liesen, Feldwebel Dirk Oberließen, und dem Offizier für
Reservistenangelegenheiten, Oberstleutnant Bernd Münstermann, die
Pokale überreichen.

Teamwork gefragt: Die Kraft der Gruppen wurde
beim Ziehen eines LKW gemessen.
Prämiert wurden Gesamtsieger, Marschsieger und
Schießsieger sowie die Besten der aktiven Truppe, Reservisten und
ausländischen Mannschaften. Neu war der Wanderpokal für die
Reservisten, der von General Hans-Jürgen Hugenschmidt, dem
stellvertretenden Befehlshaber des Wehrbereichskommando gestiftet
wurde. Er ging an die Reservistenkameradschaft Dillenburg. Den Pokal
der Stadt Hallenberg überreichte Bürgermeister Michael Kronauge für die
beste Marschzeit an das Luftlandefernmelderegiment aus Düsseldorf. Der
Gesamtsieg und den damit verbunden Wanderpokal des Ministerpräsidenten Nordrhein-Westfalens ging in diesem Jahr an die 6. Inspektionsinfantrieschule Hammelburg,
die im letzten Jahr noch zweiter waren. Zweiter wurde der
Vorjahressieger die RK Marbach. Dritter die zweite Mannschaft des HBU.
Beim gemütlichen Ausklang im Rahmen eines Kameradschaftabends in der Lieser Schützenhalle stießen die Teilnehmer und viele Mitgereiste Betreuer auf ihre Leistungen an.
Weitere Presseberichte zu den Märschen:
|