93 Teams beim 24. Internationalen Hochsauerlandmarsch in Liesen
Aus der Westfalenpost vom 26.03.2007:

Liesen. (tha) Schwitzend und nach Luft schnappend
stehen vier Soldaten am Waldrand, den Kopf vornübergebeugt
und den schweren Rucksack erleichtert bei beiseitegelegt.
Hinter den vier Soldaten um Feldwebel Walter
vom Führungsunterstützungsbataillon 383 aus Erfurt
liegt gerade der etwa 15 Kilometer lange Hochsauerlandmarsch.
Das Quartett aus dem Feldwebelanwärterzug ist das
erste Mal in Liesen. "Aber", so teilt der Feldwebel
kurz nach dem Marsch mit, "wir kommen nächstes Jahr
wieder".
Etwa fünf Stunden haben sie für die Strecke
benötigt. Eine Zeit die sich sehen lassen kann, schließlich
haben sie schon ein paar Mannschaften überholt. Neben
der Gesamtzeit ist vor allem das Abschneiden bei den
Stationen von Bedeutung. Davon gibt es insgesamt neun
Stück und alle sind verschieden.
Am Anfang ging
es noch theoretisch zu. Hier wurden Antworten auf
sicherheitspolitische Fragen gesucht und Aufgaben
im Bereich Erste Hilfe gestellt. Die Aufgaben danach
wurden schon anstrengender. Bei der nächsten Station
bestimmte das Los einen verwundeten Kameraden und
die restlichen drei mussten ihn über einen 180 Meter
langen Parcours tragen. Auf der Strecke lagen zu Beginn
20 Zentimeter Schnee, sodass vor allem der Schlussanstieg
immer glitschiger wurde.
Bei den nächsten beiden
Stationen ging es wieder mehr theoretisch zu. Zum
einen mussten Bundeswehrfahrzeuge den entsprechenden
Tieren zugeordnet werden. Hier war das Problem meist
nicht der Name des Fahrzeugs, sondern das entsprechende
Tier zu finden. Denn auf Bildern sehen sich Ozelot,
Leopard und Tiger doch relativ ähnlich. Bei der anderen
Station mussten Entfernungen geschätzt werden. Die
letzten Übungen verlangten wieder mehr militärische
Fähigkeiten. Zuerst musste eine 100 Meter lange Schlucht
mit einer Rollenbahn überwunden werden. Der erste
Schritt über den etwa 20 Meter tiefen Abhang fordert
da schon den Mut heraus. Außerdem musste noch ein
Hindernisparcours überwunden werden, es wurde mit
Kleinkaliber geschossen und die letzten zwei Kilometer
vor dem Ziel waren als Eilmarsch zu absolvieren. Im
Ziel gab es dann warmen Tee.
93 Mannschaften nahmen
an dem Marsch teil. Somit absolvierten knapp 400 Soldaten
und Reservisten den Parcours. Unter den Teams war
auch eines aus den Niederlanden und zwei aus Dänemark.
Zudem nahmen sechs Frauen an einem der größten Märsche
in Deutschland teil. Eine von ihnen war Leutnant Carolin
Werth aus Liesen. Zusammen mit Leutnant Mike Rogge
aus Winterberg und zwei weiteren Kameraden von der
Bundeswehruniversität München legten sie eine Zeit
von etwa fünfeinhalb Stunden vor.
Neben den Teilnehmern
sind etwa 150 Reservisten der Kameradschaft aus Liesen im Einsatz. Diese werden noch unterstützt vom THW
Hesborn, dem Malteser Hilfsdienst, der Freiwilligen
Feuerwehr Liesen und 22 aktiven Soldaten aus Frankenberg
und Arnsberg.
Die Gesamtsieger des Hochsauerlandmarsches 200, die Mannschaft
der RAG Oberfranken bei
der Siegerehrung durch den
stellv. Kommandeur des VBK
34,
Oberstleutnant Wolfgang Mohler
Das Teilnehmerfeld war mit 43 Reservistenmannschaften
und 47 aktiven Mannschaften relativ ausgeglichen.
Am Abend überreichte der stellv. Kommandeur des VBK
34 Oberstleutnant Wolfgang Mohler, mit dem 1. Vorsitzenden
der RK Liesen, Feldwebel Dirk Oberließen, die Pokale.
Im Anschluss wurde in der Schützenhalle mit der Gruppe
"Excellent" gefeiert.
Weitere Presseberichte zu den Märschen:
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