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Ein Dankeschön aus Äthiopien
11.02.2008

20080211-aethiopien002.jpgAddis-Abbeba. „Wie nur kann ich DANKE sagen?“ fragt mich Almaz Ezezew vor Tränen gerührt, als ich ihr einen Umschlag mit Geld in die Hand drücke, der es der jungen Äthiopierin ermöglicht, ein ganzes Jahr lang den Schulunterricht und eine warme Mahlzeit pro Tag für 80 Waisenkinder zu bezahlen. „Gott schütze deine Gemeinde, die so großzügig für unser Projekt gespendet hat!“

Bei der vorweihnachtlichen Spendenaktion in Liesen waren 2.445 Euro gesammelt worden, die unter anderem dem Projekt von Almaz Ezezew zugute kamen.

Mehrere Jahre lang hatte Almaz als Grundschullehrerin in Dukem gearbeitet, etwa 35 km von Äthiopiens Hauptstadt Addis-Abeba entfernt. Dukem ist ein Hauptknotenpunkt des Fernverkehrs und weist eine besonders hohe Rate HIV-Infizierter und an Aids erkrankter Menschen auf. Während ihrer Arbeit als Lehrerin hatte Almaz schmerzlich erfahren müssen, dass immer weniger Kinder zur Schule kamen, weil deren Eltern sehr jung starben und die Familien kein Geld mehr hatten, um die Kinder weiterhin zur Schule zu schicken, geschweige denn ausreichend mit Nahrung zu versorgen. In den meisten Familien scheiterte es bereits an den 70 Birr (etwa 5 Euro), die die Schuluniform der Kinder kostet. Almaz fasste daraufhin den Entschluss, ihre Stelle aufzugeben und stattdessen eine nichtstaatliche Schule ohne Uniformpflicht zu gründen, die kostenlos Unterricht und eine warme Mahlzeit pro Tag anbietet.

Mittlerweile gehen 80 Kinder zwischen 3 und 6 Jahren in Almazs Schule - alle sind Vollwaisen. Sie leben bei ihren Großeltern, bei Tanten, Onkeln oder Nachbarn und sind vermutlich zum größten Teil seit ihrer Geburt ebenfalls mit dem HI Virus infiziert. Während gleichaltrige Kinder in Deutschland morgens von Mama und Papa mit dem Auto in den Kindergarten gebracht und zum Mittagessen wieder abgeholt werden, laufen Almazs Kinder jeden Tag ein paar Kilometer zur Schule, weil sie dort lesen und schreiben lernen, etwas zu essen bekommen und Almaz die Kinder zum Arzt bringt, wenn sie krank sind.

So unterschiedlich können Kinder aufwachsen

Eure Spenden kamen für Almaz und ihre Kinder genau zum richtigen Zeitpunkt. Gerade war das letzte Geld für den Bau von zwei einfachen Toiletten verwendet worden und es war unklar, wie zukünftig die Lehrer bezahlt und das Essen gekauft werden sollte. Jetzt kann für mindestens 1 Jahr der normale Betrieb aufrecht erhalten werden und vielleicht reicht das Geld sogar für eine Strom- und Wasserleitung.

Eure Spenden kamen für Almaz und ihre Kinder genau zum richtigen Zeitpunkt. Gerade war das letzte Geld für den Bau von zwei einfachen Toiletten verwendet worden und es war unklar, wie zukünftig die Lehrer bezahlt und das Essen gekauft werden sollte. Jetzt kann für mindestens 1 Jahr der normale Betrieb aufrecht erhalten werden und vielleicht reicht das Geld sogar für eine Strom- und Wasserleitung.

Also wie können wir uns wirklich für eure überwältigende Hilfsbereitschaft und Solidarität bedanken? - Die Kinder rufen laut „THANK YOU!“ – das können sie sogar auf Englisch sagen. Almaz sagt „IGZER YIST’ILLIN!“ („Dank sei Gott“ auf Amharisch). Und ich hoffe, dass ich mich bei dem Ein oder Anderen bei meinem nächsten Deutschlandbesuch noch einmal persönlich für die Spenden bedanken kann und vielleicht ein bisschen mehr von Almaz und ihren Kindern erzählen kann. 

Ein besonderes Dankeschön geht an den Musikverein Liesen, der den Erlös seines Weihnachtskonzertes gespendet hat (1.000 €), an den Liesener Pfarrgemeinderat und die Senioren für die großzügigen Spenden auf ihrer Weihnachtsfeier und beim Spielenachmittag (insgesamt 350 €), an die Frauen der KFD (500 €) und an alle Privatpersonen, meine Familie und Freunde für ihre generöse Unterstützung!

Ein besonderes Dankeschön geht an den Musikverein Liesen, der den Erlös seines Weihnachtskonzertes gespendet hat (1.000 €), an den Liesener Pfarrgemeinderat und die Senioren für die großzügigen Spenden auf ihrer Weihnachtsfeier und beim Spielenachmittag (insgesamt 350 €), an die Frauen der KFD (500 €) und an alle Privatpersonen, meine Familie und Freunde für ihre generöse Unterstützung!

 

Mit herzlichen Grüßen aus Äthiopien, Eure Esther Scharf

 

 


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