Der Hochsauerlandmarsch in Liesen fand in diesem Jahr zum 25. Mal
statt. Insgesamt 107 Mannschaften gingen an den Start und nahmen die im
Idealfall nur 15 Kilometer lange Strecke auf sich. Die erste Station
war noch ruhig, hier ging es darum, Panzer und Flugzeuge zu benennen
sowie Uniformen den jeweiligen Ländern zuzuordnen, auch schon nicht
einfach. Aber es sollte noch härter werden. Die Zeit wurde gestoppt und
mittels Koordinaten musste die Gruppe die nächsten Stationen selber
finden.
Als nächsten mussten mittels Gewehr und Zielfernrohr Entfernungen
geschätzt werden. Dann ging es weiter zur Hindernisbahn, die
durchlaufen werden musste um im Anschluss sicherheitspolitische Fragen
zu beantworten, danach zum Schießstand nach Hesborn. Es folgte ein
Video in einer Kampfsituation, in der Fragen zum Verhalten gestellt
wurden.
Die Kraft der Gruppe wurde anschließend beim Ziehen eines 4,5 Tonnen
LKW gemessen. Viel Mut war bei der Rollenbahn gefragt, mit der es 100
Meter einen Steinbruch hinab ging. Kurz vor dem Ziel wartete dann noch
Eilmarsch auf die Gruppe, ehe die meisten schweißgebadet und erschöpft
im Ziel ankamen. Bis zu vier Stunden brauchten einzelne Gruppen für den
Parcours, der sich rund um Liesen schlängelte. Die erste Truppe verließ
um kurz nach 6 Uhr bereits den Start.
Die Schirmherrschaft für diese Jubiläumsveranstaltung hatte Landrat Dr.
Karl Schneider übernommen. Die Organisation und Durchführung lag bei
dem Landeskommando Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit der
Reservistenkameradschaft Liesen und zahlreichen Helfern aus dem
Regierungsbezirk Arnsberg.
Außerdem wurden die Veranstaltung durch die Löschgruppe Liesen, das THW
Hallenberg, den Malteser Hilfsdienst und dem Bataillon für
Elektronische Kampfführung 932 aus Frankenberg unterstützt.
Der Hochsauerland-Marsch ist der größte Wettbewerb dieser Art. Vor
allem durch die hohen Anforderungen hat er einen hohen Stellenwert
unter den Soldaten. Teilnehmen dürfen nur Soldatinnen und Soldaten, aus
In- und Ausland, die entweder im aktiven Dienst oder in der Reserve
sind.
Insgesamt 110 Mannschaften gingen an den Start
Untergebracht sind die über 500 Militärs in benachbarten
Schützenhallen. Die Verpflegung erfolgt durch den Standort Winterberg.
Das Teilnehmerfeld war mit 50 Reservistenmannschaften und 60 aktiven
Mannschaften relativ ausgeglichen, darunter waren auch 15 Soldatinnen.
Am Abend konnte dann der Kommandeur des Landeskommandos NRW, Oberst
Ralf Kneflowski, zusammen mit dem 1. Vorsitzenden der RK Liesen, Dirk
Oberließen, und dem Offizier für Reservistenangelegenheiten
Oberstleutnant Bernd Münstermann die Pokale überreichen Prämiert wurden
Gesamtsieger, Marschsieger und Schießsieger, sowie die besten der
aktiven Truppe, Reservisten und ausländischen Mannschaften.
Der Gesamtsieg und den damit verbunden Wanderpokal des
Ministerpräsidenten Nordrhein-Westfalens ging in diesem Jahr an die RK
Marbach, vor der 6. Inspektionsinfantrieschule Hammelburg und der RK
Westmünster.
Ein besondere Ehrung hatte Oberst Ralf Kneflowski noch parat. Dem
Stabsfeldwebel d.R. Michael Hallmann konnte er im Auftrag von
Verteidigungsminister Jung das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold
verleihen. Im Anschluss wurde dann in der Schützenhalle Liesen mit der
Gruppe „Moskito live“ gefeiert. Da waren die schweren Strapazen des
Tages schon wieder vergessen.
Weitere Presseberichte zu den Märschen: