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Enorme Strapazen nach über 1500 Kilometern Anreise
18.03.2008
Liesen. (tha) Mehr als 1500 km sind sie angereist, um enorme Strapazen auf sich zu nehmen und sich einen Tag zu quälen. Denn auch eine vierköpfige Mannschaft aus Lettland nahm am Hochsauerlandmarsch teil.

Der Hochsauerlandmarsch in Liesen fand in diesem Jahr zum 25. Mal statt. Insgesamt 107 Mannschaften gingen an den Start und nahmen die im Idealfall nur 15 Kilometer lange Strecke auf sich. Die erste Station war noch ruhig, hier ging es darum, Panzer und Flugzeuge zu benennen sowie Uniformen den jeweiligen Ländern zuzuordnen, auch schon nicht einfach. Aber es sollte noch härter werden. Die Zeit wurde gestoppt und mittels Koordinaten musste die Gruppe die nächsten Stationen selber finden.

Als nächsten mussten mittels Gewehr und Zielfernrohr Entfernungen geschätzt werden. Dann ging es weiter zur Hindernisbahn, die durchlaufen werden musste um im Anschluss sicherheitspolitische Fragen zu beantworten, danach zum Schießstand nach Hesborn. Es folgte ein Video in einer Kampfsituation, in der Fragen zum Verhalten gestellt wurden.

Die Kraft der Gruppe wurde anschließend beim Ziehen eines 4,5 Tonnen LKW gemessen. Viel Mut war bei der Rollenbahn gefragt, mit der es 100 Meter einen Steinbruch hinab ging. Kurz vor dem Ziel wartete dann noch Eilmarsch auf die Gruppe, ehe die meisten schweißgebadet und erschöpft im Ziel ankamen. Bis zu vier Stunden brauchten einzelne Gruppen für den Parcours, der sich rund um Liesen schlängelte. Die erste Truppe verließ um kurz nach 6 Uhr bereits den Start.

Der Hochsauerland-Marsch ist der größte Wettbewerb dieser Art. Vor allem durch die hohen Anforderungen hat er einen hohen Stellenwert unter den Soldaten. Teilnehmen dürfen nur Soldatinnen und Soldaten, aus In- und Ausland, die entweder im aktiven Dienst oder in der Reserve sind.

Die Schirmherrschaft für diese Jubiläumsveranstaltung hatte Landrat Dr. Karl Schneider übernommen. Die Organisation und Durchführung lag bei dem Landeskommando Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit der Reservistenkameradschaft Liesen und zahlreichen Helfern aus dem Regierungsbezirk Arnsberg.

Außerdem wurden die Veranstaltung durch die Löschgruppe Liesen, das THW Hallenberg, den Malteser Hilfsdienst und dem Bataillon für Elektronische Kampfführung 932 aus Frankenberg unterstützt.

Der Hochsauerland-Marsch ist der größte Wettbewerb dieser Art. Vor allem durch die hohen Anforderungen hat er einen hohen Stellenwert unter den Soldaten. Teilnehmen dürfen nur Soldatinnen und Soldaten, aus In- und Ausland, die entweder im aktiven Dienst oder in der Reserve sind.

Insgesamt 110 Mannschaften gingen an den Start 

Untergebracht sind die über 500 Militärs in benachbarten Schützenhallen. Die Verpflegung erfolgt durch den Standort Winterberg. Das Teilnehmerfeld war mit 50 Reservistenmannschaften und 60 aktiven Mannschaften relativ ausgeglichen, darunter waren auch 15 Soldatinnen. Am Abend konnte dann der Kommandeur des Landeskommandos NRW, Oberst Ralf Kneflowski, zusammen mit dem 1. Vorsitzenden der RK Liesen, Dirk Oberließen, und dem Offizier für Reservistenangelegenheiten Oberstleutnant Bernd Münstermann die Pokale überreichen Prämiert wurden Gesamtsieger, Marschsieger und Schießsieger, sowie die besten der aktiven Truppe, Reservisten und ausländischen Mannschaften.

Der Gesamtsieg und den damit verbunden Wanderpokal des Ministerpräsidenten Nordrhein-Westfalens ging in diesem Jahr an die RK Marbach, vor der 6. Inspektionsinfantrieschule Hammelburg und der RK Westmünster.

Ein besondere Ehrung hatte Oberst Ralf Kneflowski noch parat. Dem Stabsfeldwebel d.R. Michael Hallmann konnte er im Auftrag von Verteidigungsminister Jung das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold verleihen. Im Anschluss wurde dann in der Schützenhalle Liesen mit der Gruppe „Moskito live“  gefeiert. Da waren die schweren Strapazen des Tages schon wieder vergessen.

 


Weitere Informationen, Bilder und vieles mehr finden Sie unter http://www.hochsauerlandmarsch.de .
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