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Nachbericht: Hochsauerlandmarsch 2006
21.03.2006
Aus der Westfalenpost vom 20.03.2006:

Hochsauerlandmarsch 2006 in LiesenLiesen. ( gla) "Zwischendurch Fluchen auf die Strecke und die, die sich das ausgedacht haben. Das gehört dazu. Aber es hat Spaß gemacht!" Mit diesem Fazit kommen Helmut Lechner und seine Teamkollegen Ralf Betz, Alois Harford und Johann Nutz von der Reservistenkameradschaft Neumarkt nach über sechs Stunden Marsch ins Ziel.

Zum 13. Mal nehmen die Kameraden aus der Oberpfalz am Hochsauerlandmarsch in Liesen teil und haben ihre Freude daran. Und das trotz ziemlicher Strapazen, denen sich die teils aktiven Soldaten, aber auch zahlreiche Reservistengruppen beim 23. Internationalen Hochsauerlandmarsch aussetzen.

Gut 15 km lang ist die Marschstrecke und wie das im Sauerland eben so ist, gilt es hier auch einiges an Höhenmetern zu überwinden, was bei den Witterungsverhältnissen in diesem Jahr recht anstrengend war. An acht Stationen waren neben Kraft und Ausdauer auch noch verschiedene militärische Aufgaben zu lösen.

Auf der Hindernisbahn

Es galt  eine ca. 40 m tiefe Schlucht mit der Rollenbahn zu überwinden, in freiem Gelände auf Tonscheiben zu schießen und eine Hindernisbahn mit anschließendem Handgranatenzielwurf zu bewältigen. Schließlich stand noch die Pionierausbildung - Erkennung von Minen im Gelände - auf dem Programm.

Äußerst kräfteraubend erwies sich auch die Sanitätsausbildung - hier mussten drei Kameraden den vierten des Teams auf einer provisorisch gebauten Trage aus zwei Stangen und einer Wolldecke über eine Strecke von 250 Metern durch tiefen Schnee einen Hügel hinauf tragen.

Die letzten Kräfte galt es dann auch beim 2,5 km langen Eilmarsch zum Ziel zu mobilisieren, wo trotz aller Strapazen viele der Teams im vollen Lauf die Ziellinie passierten - stets dabei das 7,5 kg Marschgepäck, das jeden Teilnehmer vom Start am frühen Morgen bis ins Ziel am Nachmittag begleitete bzw. lastend auf dem Rücken lag.

Hauptmann Ralf Skrzypczak vom Verteidigungsbezirkskommando 34 Arnsberg erklärt: "Allein die Organisation ist schon gelebte Zivilmilitärische Zusammenarbeit, ohne Mithilfe von THW, Malteser Hilfswerk und der Feuerwehr und den vielen Helfern aus den Reservistenkameradschaften wäre dieser Wettkampf nicht durchzuführen."

In diesem Jahr gingen 115 Mannschaften, bestehend aus je vier Teilnehmern, an den Start; darunter auch zehn Soldatinnen. 57 Teams bestanden dabei aus aktiven Soldaten, 51 Teams aus Reservisten und auch sieben ausländische Teams (aus der Schweiz, Dänemark, England und den Niederlanden), konnte man verzeichnen.

Die vier Kameraden (Martin Goldmann, Mirko Ingendorn, Rene Broo und Sebastian Schachtsiek) des Fallschirmjägerbataillons aus Lebach im Saarland sind zum ersten Mal mit dabei und wollen im nächsten Jahr mit guten Vorsätzen wieder antreten: "Besser Vorbereiten, denn jetzt weiß man, was verlangt wird und sehen, dass man sich besser schlägt!"

Siegerehrung

Am Abend wurden die Sieger in der Schützenhalle Liesen bekannt gegeben. Gesamtsieger wurde in diesem Jahr die VII. Inspektion Infanterieschule Hammelburg, den 2. Platz belegte die Reservisten-Arbeitsgemeinschaft (RAG) Oberfranken I und über den 3. Platz konnte sich die RAG Wettkampfkreisgruppe Höxter/Paderborn freuen. Die beste Zeit mit 1 Stunde und 48 Minuten reiner Marschzeit erreichte die Reservistenkameradschaft Marbach I.
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